Publikationen
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Michaela Pichlbauer, Siegfried Rosner (Hrsg.): Systemdynamik und Systemethik Verantwortung für Soziale Systeme Gedenkschrift für Walter Ludwig Bühl |
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| ISBN 978-3-86618-299-8, Rainer Hampp Verlag, München und Mering 2008, 361 S., € 29,80 |
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„Es gibt einen zweiten Luhmann; dieser hat an der Ludwig- Maximilians-Universität in München gelehrt und droht vergessen zu werden. Sein Name ist Walter Bühl (...) „ schrieb Ulrich Beck in der Neujahrsausgabe 2004 der Süddeutschen Zeitung zu Bühls 70. Geburtstag. Walter Ludwig Bühl ist am 26. April 2007 verstorben. Die, die ihn kannten, werden ihn sicher nicht vergessen. Für die, die ihn nicht kannten, bietet diese Gedenkschrift vielfältige Anschlussmöglichkeiten. Details...Walter Bühl unterrichtete als Ordinarius von 1974 bis 1996 in München am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität und lehrte Soziologische Theorie, Wissenschafts- und Wissenssoziologie, Politische Soziologie und Techniksoziologie, Kultursoziologie und Bildungssoziologie, Soziobiologie, Entwicklungssoziologie, Stadtsoziologie und Wissenschaftstheorie. Sein wissenschaftliches Werk umfasst 26 Bücher und etwa 100 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, Handbüchern und Lexika. Er war ein außergewöhnlicher Wissenschaftler und ein bescheidener Mensch. Zum ersten Todestag von Walter Bühl diskutierten am 25. und 26. April 2008 ehemalige Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der Tagung „Systemdynamik und Systemethik“ die Frage nach einer (Design-) Verantwortung für Soziale Systeme. Die vorliegende Gedenkschrift enthält sowohl Vorträge der Tagung als auch durch sie angeregte und neu angefertigte Beiträge von KollegInnen aus Wissenschaft und Praxis, die sich auf diese Weise mit Werk und Wirkung Walter Bühls auseinander setzen. Der Band schließt mit einem bisher unveröffentlichten Originalbeitrag von Walter L. Bühl zur „Stellung und Funktion Bayerns in der regionalen Dynamik des Europäischen Binnenmarktes“. Bestellmöglichkeit: Hampp-Verlag |
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Siegfried Rosner: Systemaufstellung als Aktionsforschung Grundlagen, Anwendungsfelder, Perspektiven mit Gastbeiträgen von Georg Gombox, Henriette Katharina Lingg, Ruth Sander und Wolfgang Zimmermann |
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| ISBN 978-3-86618-150-2, Rainer Hampp Verlag, München und Mering 2007, 173 S., € 19,80 |
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| Die Systemaufstellung hat sich in der Organisationsberatung als (Gruppen-) Simulationsverfahren für Systeme als fruchtbarer Ansatz erwiesen. Als „Aktionsmethode“ liefert sie handlungsnahe Beschreibungen von Wirkungszusammenhängen in Organisationen und vermittelt den Mitwirkenden eine Vorstellung von Funktionsweise und Gestaltbarkeit organisatorischer Beziehungsgeflechte und Regeln. Details... Die diesbezügliche Forschung im Rahmen einer Action Science ist aber noch rar. Dieser Band will Anregungen zum Konzept einer Systemaufstellung als Aktionsforschung bieten. Dazu werden wichtige methodologische Grundlagen des Systemaufstellungsverfahrens dargestellt und diskutiert, typische Anwendungsfelder und methodische Weiterentwicklungen der „Systemaufstellung in Aktion“ durch vier Gastbeiträge am Praxisbeispiel vorgestellt und schließlich die auf einer breiten philosophischen und psychologischen Basis von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer entwickelten Systemischen Strukturaufstellungen (©SySt) gezielt auf soziologische Aspekte und Konzepte bezogen. Das Systemaufstellungsverfahren soll dabei als Methode einer soziologisch bewussten und auch gesellschaftstheoretisch inspirierten Aktionsforschung etabliert werden. Bei den Interventionen der ©SySt-Schule wird mit ausgewiesenen Annahmen über Ordnungsprinzipien zum Systemerhalt gearbeitet. Am Beispiel des „Prinzips der Zugehörigkeit“ unter den Bedingungen „doppelter Entgrenzung“ werden die möglichen Folgen des Strukturwandels in Wirtschaft und Gesellschaft für die Aufstellungsarbeit und ihre interventionstheoretischen Grundlagen diskutiert. Angeregt wird, darüber zu forschen, was das Konzept des „Arbeitskraft-Unternehmers“ und die neue Sozialfigur des „Arbeitenden Kunden“ für das Verständnis systemischer Ordnungsmomente und für die systemische Interventionslehre bedeuten könnte. Bestellmöglichkeit: Hampp-Verlag | ||
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Hans J. Pongratz: Die Interaktionsordnung von Personalführung. Inszenierungsformen bürokratischer Herrschaft im Führungsalltag. |
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| ISBN 3531139908, Opladen: Westdeutscher Verlag 2003 |
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| Auf welche Weise wird die hierarchische Ordnung betrieblicher Führungsbeziehungen in den alltäglichen Interaktionen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern wirksam? Im Kontrast zur vorherrschenden psychologischen Führungsforschung wird dieser Frage in der "Interaktionsordnung von Personalführung" herrschaftssoziologisch und interaktionstheoretisch mit Bezugnahme auf Max Weber und Erving Goff-man nachgegangen. In einer Reinterpretation von Webers Herrschaftsdefinition wird das ritualisierte Alternationsschema von Anordnung und Erledigung als latente Interaktionsstruktur hierarchischer Führung bestimmt. Details... Im Führungsalltag gerät der Verfügungsanspruch von Vorgesetzten in Widerspruch zu den Aushandlungsanliegen der Untergebenen. Im Alternationsschema ist die ungleiche Machtverteilung symbolisch repräsentiert; mit einem kulturell verankerten, nonverbalen Machtcode ist sie unabhängig von inhaltlichen Auseinandersetzungen kommunizierbar. Indem sich Vorgesetzte und Untergebene durch komplementäres Dominanz- und Fügsamkeitsgebaren die Gültigkeit hierarchischer Verfügungsrechte anzeigen, verschaffen sie sich Spielraum für kontroverse Aushandlungsoptionen. Diese theoretisch entwickelte Argumentation wird mit Fallbeispielen aus der betrieblichen Führungspraxis veranschaulicht. Im Vergleich von Schule, Militär und Betrieb werden charakteristische Varianten des Alternationsschemas herausgearbeitet. Über Führungsforschung und Managementsoziologie hinaus leistet die Studie damit einen grundlegenden Beitrag zur Soziologie der sozialen Beziehungen. Die Interaktionsanalyse von Personalführung erschließt exemplarisch die Bedeutung der symbolischen Inszenierung von Verfügungsrechten für die Stabilisierung von Macht- und Herrschaftsbeziehungen. Werden die Machtverhältnisse vielfältiger und komplexer, wie es gegenwärtig in vielen Betrieben zu beobachten ist, dann erweisen sich die alltäglichen Inszenierungs-muster als zusätzliche Machtindikatoren, die sich im Interesse der Transparenz der Einflußstrukturen nutzen lassen. |
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Siegfried Rosner: Gelingende Kommunikation |
Leseprobe
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| ISBN 3-87988-576-1, 2. überarb. und aktualisierte Auflage, Rainer Hampp Verlag, München und Mering 2002, 272 S., € 27,80 |
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| In Gesprächen, Verhandlungen und Konflikten ist das Gelingen von Kommunikation Voraussetzung für Erfolg. Der Titel "Gelingende Kommunikation" drückt das Interesse am Prozess der Kommunikation aus, denn diese ist etwas Fließendes, in Bewegung und Veränderung Befindliches. Ergiebiger erscheint es mithin, den Prozesscharakter der Kommunikation unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten, als den (aussichtslosen) Versuch zu unternehmen, "Patentrezepte" für die gelungene Kommunikation zu liefern. Details... Das Buch versteht sich als Handreichung für Praktiker und gliedert sich in drei Teile. Im ersten Abschnitt zur Gesprächsführung werden gängige Techniken der partner- und zielorientierten Gesprächsführung dargestellt. Der Text wird eingeleitet durch einige methodische und methodologische Anmerkungen zu den verschiedenen Kommunikationsansätzen. Im zweiten Abschnitt steht die Verhandlungsstrategie nach dem sog. Harvard-Modell im Mittelpunkt. Natürlich wird die Umsetzung einer Verhandlungsstrategie durch das Beherrschen diverser Gesprächsführungstechniken (Teil 1) entsprechend unterstützt. Im dritten Teil schließlich geht es um eine zusammenhängende Darstellung zum Thema Umgang mit Konflikten: angefangen von der Beschreibung der wichtigsten Konfliktarten über Modelle der Konfliktentstehung und des Konfliktverlaufs bis hin zu Möglichkeiten der konstruktiven Bearbeitung und Lösung von Konflikten. Bestellmöglichkeit: Hampp-Verlag | ||
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Hans J. Pongratz: Arbeitskraftunternehmer. Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen. |
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Leseprobe
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| ISBN 3894049782, Berlin: edition sigma 2003 (gemeinsam mit G.Günter Voß) |
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| Wie stellen sich typische Beschäftigtengruppen auf die neuen Anforderungen entgrenzter Arbeit, zum Beispiel von Gruppenarbeit und Projektarbeit, ein? Dieser Frage wird in der qualitativen empirischen Studie mit ausführlichen Leitfadeninterviews mit 60 ArbeiterInnen und Angestellten in sechs Betrieben unterschiedlicher Branchen nachgegangen. Inwieweit entsprechen Orientierungen und Interessen der Erwerbstätigen den Ansprüchen des Arbeitskraftunternehmers als eines neuen Typus von Arbeitskraft? Die Antwort fällt für die untersuchten Bereiche der Leistungsorientierungen, der berufsbiographischen Orientierungen und der Elastizitätsmuster im Verhältnis von Arbeit und Privatleben unterschiedlich aus. Das Spektrum der Erwerbsorientierungen ist groß. Details... Zu erkennen ist einerseits ein Interesse an Leistungsoptimierung als einer neuen Form der Leistungsbereitschaft, in welcher sich Effizienzansprüche mit einer spezifischen Erlebnisqualität verbinden. Andererseits bleibt eine Haltung der Absicherungsmentalität bestimmend, die durch eine starke Bindung an etablierte Sicherungsstrukturen von Erwerbsarbeit gekennzeichnet ist. In verschiedenen Fällen sind neue Abhängigkeitskonstellationen zu beobachten, die aus gesteigerter Leistungsverausgabung bei beschränkten Erwerbschancen resultieren. Die Ergebnisse erlauben den Rückschluß auf einen neuartigen Zugriff auf die Subjektivität der Beschäftigten als maßgeblichem Faktor einer Produktivkraftentwicklung. Es zeichnet sich eine Pluralität der Arbeitskraft-Typen ab, welche für eine einheitliche Interessenvertretung der Erwerbstätigen eine große Herausforderung darstellt. | ||









